Kundenprojekt: Volle Ladung für die E-LkW-Flotte

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Logistik Schmitt elektrifiziert seit Jahren seinen Fuhrpark – doch die schweren Batterien der E-Zugmaschinen drücken zusätzlich auf die Antriebsachse und verringern die Nutzlast. Mit dem leichten Planensattel BERGERecotrail Performance LTOe und um 60 Zentimeter vorverlagerten Trailerachsen hat Schmitz Cargobull das Problem gelöst: 40 dieser Trailer sind bei Logistik Schmitt bereits im Einsatz.

Logistik Schmitt aus dem badischen Bietigheim ist zweifellos ein Pionier der Elektromobilität im Transportwesen. Bereits seit  2019 elektrifiziert das Unternehmen seine Flotte – heute sind 55 der rund 100 Zugmaschinen elektrisch, darunter auch einer der ersten eActros 600 überhaupt. „Wir dachten anfänglich, Nachhaltigkeit ist unser Hauptbeweggrund. Aber seit zwei, drei Jahren wissen wir: Es bietet auch einen deutlichen wirtschaftlichen Vorteil“, sagt Rainer Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens in dritter Generation.

Doch der Umstieg brachte eine Hürde mit sich, die erst im Betrieb sichtbar wurde. Die EU erlaubt Zero-Emission-Fahrzeugen zwar ein höheres Gesamtgewicht von bis zu 42 Tonnen, aber die Achslastgrenzen blieben unverändert. Bei Projekten mit schweren Gütern, etwa Getriebeteilen für die Automobilindustrie, hätte das hohe Gewicht der Hochvoltbatterien bei normaler Lastverteilung auf einem Standard-Trailer zum Überschreiten der zulässigen  Achslast an der Antriebsachse der E-Zugmaschine geführt. Die Folge: weniger Zuladung – zulasten der Wirtschaftlichkeit.

 

„Wir mussten bei konventionellen Trailern tatsächlich auf Zuladung verzichten, um eine Überschreitung der gesetzlich zulässigen Achslast zu verhindern.“

Rainer Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter, Logistik Schmitt


60 Zentimeter, die alles verändern

Daher machten sich die Fuhrpark-Experten von Logistik Schmitt auf die Suche nach einem Trailerhersteller, der bereit war, die Achsabstände zu verändern. „Wir haben bei den Aufliegerherstellern angefragt, und Schmitz Cargobull hat sich als Einziger bereit erklärt, die Achsen so weit nach vorne zu versetzen“, erinnert sich Christian Bommert, Fahrerbetreuer bei Logistik Schmitt. Das Ergebnis ist der BERGERecotrail Performance LTOe: Seine Achsen sitzen rund 60 Zentimeter weiter vorn als bei einem Standard-Trailer und nehmen dadurch bei voller Ausladung gezielt Last von der Antriebsachse der Zugmaschine. Kombiniert wird das mit einem extrem leichten Chassis und dem Curtainsider-Aufbau von Schmitz Cargobull inklusive POWER CURTAIN-Ladungssicherungsplane – macht in Summe ein Leergewicht von nur 4,8 Tonnen.

 

„Schmitz Cargobull war der einzige Hersteller, der so weit mit den Achsen nach vorne gegangen ist.“

Christian Bommert, Fahrerbetreuer, Logistik Schmitt

 

40 dieser Trailer sind inzwischen bei Logistik Schmitt im Einsatz. Was zunächst eine individuelle Sonderlösung für Logistik Schmitt war, bietet Schmitz Cargobull mittlerweile serienmäßig an. Ganz ausgeglichen ist der Nutzlastverlust durch die schwere E-Zugmaschine damit zwar noch nicht – rund 400 Kilogramm bleiben laut Schmitt auf der Strecke –, doch der entscheidende Unterschied ist gemacht: „Im Wesentlichen ist es entscheidend, dass wir wieder auf volle Auslastung gehen können. Mit dem neuen, leichten Auflieger von Berger und Schmitz Cargobull können wir wieder mit voller Kapazität die Aufträge unserer Kunden fahren“, so Rainer Schmitt.


Mehr als nur Gewicht

Der leichtere Trailer wirkt sich auch auf den Verbrauch aus – und damit direkt auf die Wirtschaftlichkeit der E-Flotte. Logistik Schmitt kalkuliert aktuell mit rund einer Kilowattstunde pro Kilometer und hofft, dank der Gewichtsersparnis in Richtung 0,9 Kilowattstunden zu kommen. „Strom wird unser neues Gold“, bringt es Rainer Schmitt auf den Punkt.

Auch die Fahrer mussten sich zunächst umgewöhnen: Wegen des veränderten Radstands schult Logistik Schmitt sie gezielt auf das andere Verhalten beim Abbiegen, im Kreisverkehr und beim Rückwärtsrangieren. Insgesamt aber, so das Unternehmen, sind die Fahrer mit den neuen Aufliegern sehr zufrieden.

 

Die gelöste Achslastfrage öffnet Logistik Schmitt inzwischen sogar neue Türen: Erst kürzlich fuhr das Unternehmen die ersten elektrischen Transporte für einen neuen Kunden in Österreich – ein Auftrag, den es ohne elektrische Flotte nicht gegeben hätte. Und auch für neue Aufträge für Kunden in der Schweiz laufen bereits Konzepte. Für andere Speditionen, die jetzt in die E-Mobilität einsteigen wollen, hat Elektro-Pionier Rainer Schmitt einen ernst gemeinten Rat: „Fangt heute an, nicht morgen.“


Mehr zum Produkt 

 

Mit dem neuen BERGERecotrail® PerformanceEco LTOe bietet Schmitz Cargobull einen Leichtbau-Sattelauflieger an, der gezielt auf den Einsatz mit elektrischen Sattelzugmaschinen abgestimmt ist. Im Hintergrund steht das typische Praxisproblem, dass bei Elektro-Sattelzugmaschinen – insbesondere mit E-Achse – schnell die zulässige Hinterachslast überschritten wird. Der PerformanceEco LTOe bietet hier eine effektive Lösung: Durch den verkürzten Radstand werden der Königszapfen des Curtainsiders und die Antriebsachse der Zugmaschine gleichermaßen entlastet.

„Hinzu kommt das Leichtgewicht des BERGER-Fahrzeugs, welches zusätzliches Potenzial bietet“, ergänzt Matthias Muffert, Leiter Produktmanagement Produktlinie General Cargo. Zusammen ermöglichen das geringe Eigengewicht ab 4,7 Tonnen und der angepasste Radstand eine höhere Zuladung pro Fahrt und damit bis zu zehn Prozent weniger Fahrten bei gleichem Transportvolumen – mit entsprechend weniger Energieeinsatz, Fahrzeugverschleiß und CO₂-Emissionen.


Effiziente Be- und Entladung

Der Aufbau des PerformanceEco LTOe ist für den Transport von Getränken (Getränkekisten auf Paletten einlagig sowie Fassware) und Stückgut gemäß DIN EN 12642 Code XL, DIN EN 12195-1 und VDI 2700 für maximale Nutzlast zertifiziert. Optional lässt sich das Fahrzeug mit dem zusätzlich gewichtsoptimierten POWER CURTAIN Aufbau von Schmitz Cargobull ausstatten: Ohne Aufsatzlatten, dafür mit integrierten Aramidgurten für zertifizierte Aufbaufestigkeit, kann das Fahrzeug schnell und einfach be- und entladen werden.

 

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Über Logistik Schmitt

Hinter Logistik Schmitt steht die Walter Schmitt GmbH, ein Familienunternehmen in dritter Generation mit Zentrale in Bietigheim (Baden) und weiteren Standorten unter anderem in Mannheim, Karlsruhe, Rastatt, Durmersheim und Germersheim. Geführt wird der Kontraktlogistikdienstleister von Rainer Schmitt zusammen mit Geschäftsführer Volker Klemm und Fuhrparkleiter Christian Schmitt; rund 360 Mitarbeitende sorgen für Kunden aus Automotive, Papiererzeugung, Verpackung, Getränke und Handel.

Bei der E-Mobilität ist Schmitt Vorreiter der Branche: Bereits seit 2019 fährt das Unternehmen elektrisch, war als erstes deutsches Logistikunternehmen mit einem eActros 300 unterwegs und zählte auch beim eActros 600 zu den Ersten. Von rund 100 Zugmaschinen sind inzwischen 55 elektrisch. Logistik Schmitt - Transport- und Kontraktlogistik